Dustin Dollin – Das letzte Wort

Auch wenn Dustin Dollin schon etwas länger im Geschäft ist, gibt es keinen Grund für ihn zu Ende zu kommen. Aus Höflichkeit haben wir ihm auf dem Downtown Showdown in Paris trotzdem das letzte Wort gelassen.

Dustin Dollin
[Fotos: Sacha Pütz | Stefan Schwinghammer]

Letztes Bier:
Oh, ich hab noch nie aufgehört! [lacht und nimmt einen Schluck]

Letzte Party:
Ich war vor zwei Tagen auf der Hochzeit von einem Freund, Sebastian und seiner jetzigen Frau. Sie fand auf einer alten Burg statt, das war ne krasse Party!

Letzter Film:
Ich hab mir letzte Nacht noch mal „Clockers“ von Spike Lee angesehen. Aber nicht ganz, ich war zu müde von der Hochzeit.

Letzter Urlaub:
Der letzte Urlaub war zwischen der Baker Tour und dieser Vans Tour. Ich war in Südafrika und Beirut, dann Kopenhagen und danach in Südfrankreich. Der Vater meiner Freundin lebt in Beirut, letztes Jahr war ich auch schon da. Familienessen und so was. Jeder denkt Beirut sei verrückt mit den ganzen Bomben und Waffen und den Morden, aber da war nichts, ich hab nichts von dem mitbekommen. Ja und dann bin ich nach Südafrika auf eine Safari und hab Elefanten, Nashörner und Krokodile gesehen.

Letzter harter Slam:
Ich war mit dem Skateboarder Mag – R.I.P. Skateboarder Mag – auf einem Trip in Prag und wollte einen Boardslide an einem 5-Flat-4 Rail mit 2-Meter-Drop am Ende machen. Ich bin in der Mitte hängen geblieben und slamte direkt auf die Rippen und den Ellenbogen. Das ist drei Wochen her, seitdem war ich nicht mehr skaten, weswegen ich auch auf Reisen war.

Sie nehmen dein Blut, mischen ein Wundermittel dazu und du bekommst sechs Shots in dein Knie, dann tuts nie wieder weh. Ein wahres Wunder

Letzte schwerere Verletzung:
Nichts Großartiges. Hin und wieder eben mal geprellte oder gebrochene Rippen. Ich hatte Probleme mit meinen Knien, aber vor eineinhalb Jahren habe ich die gleichen Spritzen bekommen wie Kobe Bryant und jetzt hab ich keine Probleme mehr. Sie nehmen dein Blut, mischen ein Wundermittel dazu und du bekommst sechs Shots in dein Knie, dann tut’s nie wieder weh. Ein wahres Wunder. Dafür schmerzt jetzt mein restlicher Körper, ich bräuchte mehr Injektionen!

Letztes Album:
Puh, das letzt Album hab ich auf iTunes gekauft. Das war das Neue von „Nick Cave and the Bad Seeds“, ist aber nicht so gut, eher langweilig.

Letzte Session:
Das war in Prag. Ahh nein, das hab ich vergessen: nach Prag war ich in Lyon, da war ein Kid, das hat einen Backlip am Lyon Gap to Hubba gemacht, das ich mal gelipslidet bin. Da fühlt man sich alt.

Wann hast du Skateboarden das Letzte mal gehasst?
Noch nie.

Wann hast du Skateboarden das Letzte mal geliebt?
Immer!

Letzte Sache die du gekauft hast:
Das Bahnticket von Lyon nach Paris.

DUSTIN-DOLLIN_VANS-DEMO-4_SP2013

Letzter junger Ripper:
Das Kid, das den Backlip in Lyon gemacht hat. Ich kann mich aber nur an seinen Vornamen errinnern. Wir haben uns zusammen betrunken und ich hab den Nachnamen vergessen.

Letztes Skatevideo:
Das war nicht wirklich ein Skatevideo, das waren die Best of Girl Videos, die mich dafür aber fast zum weinen brachten.

Letzter Kirchenbesuch:
Das war die Trauung vor zwei Tagen in Lyon. Die eineinhalb Stunden in der Kirche verstand ich gar nichts, weil alles auf Französisch war. Es war höllisch langweilig.

Letztes Tattoo:
Auf meiner Brust ist jetzt ein Hai, der den Teufel frisst.

Letztes Mal dass du dir Sorgen um die Zukunft gemacht hast
Jede Nacht wenn ich zu betrunken bin. Nein, jedes mal wenn ein kleines Problem kommt, das man nicht sofort lösen kann. Als Erstes mache ich mir Sorgen um die Zukunft, aber eigentlich krieg ich es dann immer hin.

Letztes Mal dass du gestoked warst:
Als John Cardiel mir gerade eben sagte, dass er eines meiner Fotos im Skateboard Mag mag. Es stoked mich immer, wenn die Person, die ich am meisten im Skateboarding respektiere, etwas Gutes über mich sagt.

Letzter Trick für das Vans Video:
In Wien am Museum. Das war ein Gap down 14 to 50–50 an einem kleinen Curb am Boden.

DUSTIN-DOLLIN_VANS-DEMO-6_SP2013

English Version

Dustin Dollin – Last word

Last beer:
Haha, doesn’t ever stop!

Last party:
I went to a wedding in Lyon at some weird castle two nights ago. One of my girls friends, Sebastian, and his girl married. That was a weird party!

Last movie:
I was rewatching „Clockers“ by Spike Lee again last night, but not till the end, because I was to tired because of the party.

Last holiday:
My last holiday was between the Baker-Tour and the Vans-Tour. It was to Beirut and South Africa and then to Copenhagen and then to the South of France and then to Lyon. I went to Beirut last year, too, my girl’s family lives there so it’s like have family dinner and stuff like that. Beirut is cool, everyone thinks it’s crazy and there is guns and bombs and everyone is killing each other, but nothing, I didn’t see anything like that. And then I went to South Africa for a safari. Yeah, I got to see all the elephants, crocodiles, rhinos and shit like that.

Last hard slam:
I was in Prague on a Skateboarder Trip – R.I.P. Skateboarder – and I tried to boardslide this 5-flat-4 with like a 6 feet drop on the end and I stopped directly in the middle and crushed my elbow directly under my ribs and I didn’t skate since. That was 3 weeks ago, that’s because I’m on vacation. Ribs take a long time to heal.

Last serious injurie:
Wasn’t that serious, just like brused or crashed ribs. I mean I had problems with my knees but one and a half years ago I had the last surgery and I had these injections Kobe Briant got and now my knees feel fine. They take your blood out, mix it with miracle serum, shoot it back in, six shots in your knee and you feel no pain anymore. It’s a miracle. But now the rest of my body hurts, I need a shot everywhere, I need six six six shots!

Last album:
New „Nick Cave and the Bad Seeds“ album on iTunes, but it’s kind of boring.

Last session:
That was skating in Prague. Oh no, after Prague I went to Lyon but I was still too hurt. But a kid backliped this gap to hubba I lipslided, so made me feel old!

Last time you hated skateboarding?
Never!

Last time you loved skateboarding?
Always!

Last thing you bought?
The train ticket from Lyon to Paris.

Last young ripper you discovered:
The kid who backliped in Lyon. But I can’t remember his last name, we got drunk together and I forgot his name!

Last skatevideo:
This was not really a skatevideo, it was the tribute „Best of Girl videos“ and this absolutely made me cry!

Last time you went to church?
The wedding two days ago in Lyon. The wedding was in french, so I didn’t understand anything, it was boring as hell.

Last tattoo you got?
Shark eating the devil on my chest.

Last time you worried about your future?
Every night when I get too drunk… No, every time when a little problem comes up that I don’t know how to solve. But usually I can figure it out. But at first you worry about your future.

Last meal:
I just had a bite from the kebap of the guy standing next to the bar over there.

Last time something stoked you?
When John Cardiel was telling me he likes one of my photos in the Skateboard Mag. That always blows my mind when the person you respect most in skateboarding tells you something nice about yourself.

Last trick for the Vans video:
I got a gap down 14 to 50/50 grind on a curb at the museum in Vienna.

  1. Lasse

    Hmm, also die Übersetzung ist jetzt nicht so der Burner. Vielleicht beim nächsten einfach im Original belassen.

  2. j.

    einen richtiger Lebemann. Danke!

  3. Stefan

    Hi Lasse, was stört dich denn an der Übersetzung? Aber zweisprachig wäre echt ne Überlegung.

  4. Lasse

    @Stefan:
    Grundsätzlich wirkt alles sehr wortwörtlich übersetzt, das funktioniert in den seltensten Fällen. Ohne es nochmal komplett zu lesen, ein paar Sachen die mir spontan ins Auge stechen: “höllisch langweilig.” sagt kein Mensch. Ich tippe mal auf “boring as hell” im Original? Vielleicht eher “todlangweilig”. Oder auch “Das Kid”, “Es stoked mich immer”. Die Tricks sollte man vielleicht auch übersetzen. “Gap down 14 to 50-50″ klingt in einem deutschen Satz irgendwie komisch. “14 Stufen Ollie to 50-50″ vielleicht stattdessen? Wobei “Trickbenennung” von Region zu Region bestimmt sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

    Zweisprachig fänd ich jedenfalls super!

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