Trickkiste #305 – Benny Vogel

Skateboardmsm Trickkiste

Benny Vogel erklärt den Melon Grab:

„Als ich gerade zwei Jahre geskatet bin, wollte ich unbedingt dicke Grabs lernen und was liegt da näher als Melongrabs? Ich fand die von Chris Pfanners eh schon immer am geilsten, also fing ich an die aus dem Kicker meines Local-Parks zu üben. Um den Trick zu lernen, braucht ihr für den Anfang auf jeden Fall einen Kicker, da lernt man ihm am schnellsten, weil man eine längere Hangtime hat und somit mehr Zeit hat, das Board zu greifen und vor allem zu bonen.
Man muss für gute Melongrabs eigentlich nur einen Ollie können, das schwierige ist aber, das Board genau im richtigen Moment zu erwischen. Wenn man das Board dann im richtigen Moment zu fassen kriegt, kann man ihn noch tweaken, also einfach das vordere Bein durchstrecken und den Trick dann ein bisschen seitlich eindrehen.
In der Zwischenzeit mache ich Melons auch öfters an Spots, wo ich nicht viel mehr als einen Ollie auf die Reihe bekommen würde, da er schon relativ cool aussieht und sich gut anfühlt. Melon Grabs an Streetgaps wie diesem hier sind dann schon etwas schwieriger, weil man viel weniger Zeit hat das Board zu erwischen – aber wie ihr ja sicher eh schon wusstet, macht Übung den Meister!“

Benny Vogel
[Seq: Hendrik Herzmann]

Der Melongrab, auch gerne als Lien Melon, Melanchollie oder Sad Grab betitelt, hat seinen Ursprung Mitte der 80er Jahre und ist eine Variante des Ollies, bei dem das Board mit der vorderen Hand auf der Hinterseite gegrabt wird und das Vorderbein durchgestreckt (‚geboned‘) wird. Das genaue Ursprungsjahr des Tricks lässt sich nicht nachvollziehen, ein Erfinder ist diesem Trick auch nicht zugeordnet, aber besonders wird er Matt Hensley (in allen Variationen) angerechnet, der ihn schon 1988 in seinem ‚Shackle Me Not‘-Part im Flat macht.
Mark Gonzales fliegt in seinem Part in Blinds ‚Video Days‘ ein massives Exemplar über die Schulhofhip. Einprägsam war ausserdem die Flat-Version, die Rodney Mullen bei seinem Winning-Run im Freestyle auf dem Monster Mastership 1990 zum Besten gab. Jamie Thomas versuchte 1997 das Leap of Faith vergeblich per Melongrab zu bezwingen und scheiterte spektakulär, während Danny Gonzales dafür zwei Jahre später am Wallenberg-Gap erfolgreich war und das Monster per Kickflip Melongrab bezwang.
Die besten Exemplare gibt es wie üblich hier.

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